Singen macht glücklich – seit 140 Jahren

Als einer der ältesten Vereine der Marktgemeinde Großostheim feierte der Gesangverein Concordia am 10.10.26 in der Bachgauhalle seinen 140. Geburtstag. Unter dem Motto „Stimmen im Einklang“  trafen sich Mitglieder und Freunde des Vereins mit geladenen Chören aus der Umgebung sowie interessierten Gästen zu einem Fest mit  abwechslungsreicher Musik, Zuhören, Selber-Singen und viel Geselligkeit.

Zu Beginn begrüßte die zweite Vorsitzende Andrea Stehr alle Gäste, darunter auch Bürgermeister Ralph Herbst mit seiner Frau und die Vorsitzende des Vereinsrings Großostheim und Ringheim Jenny Orschler, und umriss die lange Vereinsgeschichte anhand einiger wichtiger Daten. Besonders hob sie die lange Zusammenarbeit mit Klaus Georg Müller in den letzten 46 Jahren hervor. Zuerst als Dirigent des Männerchors, dann zusätzlich auch des Frauenchors und endlich nach Zusammenlegen der beiden zum Gemischten Chor seit 26 Jahren auch dessen Leiter, habe er den Verein maßgeblich geprägt. Seit inzwischen 17 Jahren sei zudem Joysonic aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken, die unter der Dirigentin Jasmin Friedt einen enormen Zulauf verzeichnen können.

Zur Eröffnung präsentierte der Gemischte Chor a cappella Stücke von Renaissance bis Moderne und schloss mit dem stimmungsvollen italienischen Berglied „Bènia calastoria“. Anschließend baten die beiden Moderatorinnen Sibylle Göhler und Sonja Lüders die Sängerinnen von WeyberG’schrey auf die Bühne, die unter der Leitung von Michaela Markert eine herrlich selbstironische Seite bei der Präsentation des Lieds „Hefe“ zeigten, aber auch viel Gefühl beim schottischen Traditional „The Parting Glass“ bewiesen. Als dritter Chor brachte die Singgemeinschaft Frohsinn mit Dirigent Georg Winkler im Jahr des 500. Todestags von John Dowland dessen „Come again“ sowie weiteren Chor-Klassikern. Anschließenden unterstrichen „Die Männerstimmen“ aus Schaafheim und Langstadt erneut ihre präzise Intonation und fein abgestimmte Dynamik bei Gospel, klassischem Männerchorstück „Barbarossa“ und dem von begeisterten Sängern des Gemischten Chors als bestes Lied der Chorliteratur gefeierten „Morgenrot“ von Robert Pracht. Zum Abschluss des ersten Teils der Veranstaltung bot Joysonic ein Feuerwerk an Freude am Singen dar, teilweise unterstützt von der Pianistin Gabi Schobert. Besonders blieb den Zuhörerinnen und Zuhörern „Let it rain“ im Gedächtnis, bei dem Tine Stegmann als Solistin beeindruckte.

Nach einer kurzen Pause waren die Stimmen aller Gäste gefragt. Unter der lässig-charmanten Anleitung von Sebastian Heun und in geselliger Runde hörten sich viele die besten Songs der letzten 50 Jahre singen, die dies vorher von sich vielleicht nicht erwartet hatten. Begeistert wurden die Kinder und Erwachsenen gefeiert, die sich allein ans Mikrofon trauten, sodass eine lockere Atmosphäre entstand. Theresa Becker, erste Vorsitzende der Concordia, freute sich, dass sowohl Probenarbeit als auch die organisatorischen Vorbereitungen für den Konzertabend zu diesem rundum gelungenen Fest geführt haben und bestätigte den Satz, der als Dekoration auf den Tischen zu lesen war: Singen macht glücklich!

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